am 19./20. Mai 2025 in Göttingen
Der diesjährige Hochschul-CIO Kongress steht ganz im Zeichen der Auswirkungen von künstlicher Intelligenz. Wir alle sind teils genervt vom Hype, teils begeistert von den Potenzialen. Was bedeutet diese neue Technologie und ihre Nutzung konkret für die Hochschulen und in welcher Weise können und sollten wir als Moderator:innen der Digitalisierung darauf Einfluss nehmen? Dieser Frage gehen wir in allen Bereichen unserer Hochschulen nach – in Lehre, Forschung und Verwaltung. In Lehre und Forschung kommt neben der Nutzerperspektive auch die Vermittlung und Erforschung von KI hinzu. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen gemeinsam Antworten auf diese Fragen der CIOs, CDOs und VPs für Digitalisierung an Hochschulen zu finden.
Mit dem 10. Kongress der CIOs deutscher Hochschulen führt der Hochschul-CIO e.V. das bewährte Format der letzten Jahre in einem attraktiven Rahmen mit hochkarätigen Keynote-Speakern und praxisorientierten Workshops fort. Die Workshops werden wie gewohnt von CIO-Peers moderiert und inhaltlich vorbereitet. Das Programm wird durch ein offenes Programm-Komitee gestaltet, das vom Verein getragen wird.
Organisatorisches
Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich. Eine Teilnahme ist auf Angehörige von Hochschulen und Universitäten, die DV-Referenten der Bundesländer sowie die Mitglieder des Hochschul-CIO Vereins und eingeladene Sprecher:innen beschränkt.
Geplante Beiträge
Michael Beurskens, Universität Passau
Was bedeutet die Umsetzung des AI Acts/der KI-VO für die Universitäten und Hochschulen?
Patrik Maltusch, University of Aalto, Finnland
Focus on the Long-Term Journey & Strategic Alignment
The Long Game: Using EAM for Sustained Digital Transformation & Strategic Alignment“ Digital transformation isn’t a project, it’s a continuous journey. Explore a 10+ year university case study showcasing how EAM, mandated strategically from the top, evolved from basic mapping (in Word!) to a sophisticated engine for capability planning, business-driven prioritization, and achieving lasting digital coherence, even after navigating initial post-merger challenges. Gain insights into building a resilient, EAM-driven IT strategy.
Dominik Thüs, Universität des Saarlandes
OwlMentor: Entwicklung und Evaluation einer KI-basierten Lernanwendung für den Umgang mit wissenschaftlicher Literatur
Der Einsatz generativer KI in der Hochschullehre eröffnet neue Möglichkeiten zur Unterstützung des studentischen Lernprozesses. Im Rahmen des Projekts „Innovativer Einsatz von KI in der Lehre“ wurde OwlMentor entwickelt – eine KI-gestützte Lernanwendung, die Retrieval-Augmented Generation (RAG) nutzt, um Studierende bei der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Texten zu unterstützen. Die Evaluation zeigt, dass das RAG-System qualitativ hochwertige Antworten liefert. Ein direkter Zusammenhang zwischen der Nutzung von OwlMentor und der Lernleistung konnte nicht nachgewiesen werden, jedoch wiesen Nutzende des Systems deskriptiv höhere Lernzuwächse auf. Zudem wurden zentrale Einflussfaktoren für die Nutzungsabsicht und die tatsächliche Nutzung identifiziert. Die Ergebnisse liefern erste Einblicke in die Potenziale und Grenzen KI-gestützter Lernanwendungen.
Stefan Schweikl, Universität Passau & Olaf Schneider, FSU Jena
KoLa – Koordination der Zusammenarbeit jenseits der Landesgrenzen
Andreas Hartmann, HTWK Leipzig & Markus von der Heyde, SemaLogic
Strategische Ausrichtung des Projektportfolios durch EAM
Wir erarbeiten die strategische Ausrichtung eines Projektportfolios entlang des HERM Business Reference Models. Anhand konkreter Beispiele aus dem Projekt Bird werden in Kleingruppen die vorhandenen bzw. notwendigen Standards gesammelt, die eine Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen ermöglichen würden.
Stefan Lindow & Ulrike Lucke, Universität Potsdam
Hybride KI – Szenarien für flexible Lernwege, Anerkennung und
transparente Studienordnungen
In diesem Workshop wollen wir die Potentiale hybrider KI (d.h. symbolische + generative KI) für das Management der Lehre. Hierzu stellen wir zusammenfassend die Ergebnisse der Projekte BIRD und Cavas+ an den Beispielen von Empfehlungen für Lernwege, der Anerkennung von Lernleistungen und der Gestaltung von Studienordnungen vor. Anschließend werden wir in Kleingruppen in die Szenarioplanung für ein hypothetisches Folgeprojekt einsteigen, das auf den Ergebnissen aufbaut. Die Teilnehmenden entwickeln Ideen und skizzieren diese in der Diskussion als Szenarien. Ziel ist, dass diese Wunschszenarien einen hohen Mehrwert für die eigene Hochschule und kooperativ für alle Hochschulen gemeinsam haben.
Ramin Yahyapour, GWDG
KI-Dienste in der Hochschullandschaft: Einblicke aus Göttingen
Zunächst wird ein Blick auf die verfügbaren KI-Dienste gegeben mit dem Fokus auf die Angebote der GWDG und dem KI Servicezentrum KISSKI. Eine kurze Vorstellung für eine mögliche transparente Darstellung mittels KI-Atlas wird gegeben. Den Abschluss bildet ein Ausblick auf Anknüpfungspunkte und notwendige gemeinsame Aktivitäten.
Julian Kunkel, GWDG & Nils Blümer, KU Eichstätt-Ingolstadt
Wie funktionieren LLMs – ein Primer zur KI und Hands-On zu den Diensten
Im Workshop wird zunächst in etwa einer halben Stunde eine Einführung in die Funktionsweise von Large Language Models (LLMs) und deren spezifischen Funktionen (insbesondere RAG/VectorDBs, Internetsuche, u.a.) gegeben. In einer praktischen Übung können dann die Dienste von ChatAI und die RAG-Funktionalität selbst getestet und exploriert werden. Abschließend werden die Ergebnisse und Erkenntnisse der Teilnehmer besprochen und ein Überblick über die zukünftige Entwicklung präsentiert.
Impressionen von vergangenen CIO-Kongressen

















